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Kirchenburg Tartlau - Weltkulturerbe der Menschheit (UNESCO)
Tartlau

Brauchtum/Feste im Lebenslauf

Sitten und Bräuche gehören zusammen mit Leben und Tod und anderen einschneidenden Ereignissen im Leben des Einzelnen und der Familie. Die Einbindung jedes Einzelnen in Sitten und Bräuche geben Geborgenheit und tragen zu einem geordneten Leben bei. Und das Leben der Siebenbürger Sachsen und Tartlauer war in der Tat recht wohl geordnet.

Der Pfarrer spielt als Hüter von Sitten und Bräuchen in der Gemeinde eine überragende Rolle, die er sich allein durch seinen Einsatz für die Gemeinschaft errungen hat.

Die »Initiationsriten« wie Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung markieren wichtige Phasen des menschlichen Daseins und über diese kirchlichen Amtshandlungen kommt es zu einer engen Bindung zwischen Kirchenmitgliedern und Kirche.

Der Anfang

Die Taufe eines Kindes ist ein wichtiges Ereignis, das in der Regel 4–6 Wochen nach der Geburt vorgenommen wird. Der Vater des Kindes meldet die Taufe beim Pfarrer an, Taufanliegen wird den Eltern und Paten bei der Taufanmeldung, Taufrede, Aussegnung der Mutter und in der Ansprache beim Taufmahl verständlich gemacht.

Für Martin Luther gehörte die Taufe, neben Predigt und Sakrament, zu den wichtigsten Bestandteilen des Gottesdienstes, ein Grund weswegen er der Meinung war, dass die Taufe ebenfalls im Beisein der Gemeinde vollzogen werden sollte.

Mit 3 Jahren werden die Kinder in den staatlichen Kindergarten aufgenommen, wo deutsche Kindergärtnerinnen aus der Gemeinde wirken. Kinder lernen hier Lieder, Gedichte, Geschichten und kommen meistens zum ersten Mal in Berührung mit der deutschen Sprache, da im Elternhaus der sächsische Dialekt gesprochen wird.

Mit 6/7 Jahren gehen die Kinder zur Schule. Schulkinder (1.–6. Klasse) gehen zum Religionsunterricht (samstags, nach Jahrgängen gestaffelt), 7. Klasse zum Vorkonfirmandenunterricht und Kindergottesdienst erfolgt für alle Kinder der 1.–7. Klasse im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag. Es wird eine biblische Geschichte vorgelesen oder erzählt, miteinander gesungen und gebetet.

Autor: Kordula E. OrendiErstellungsdatum: 30. Juni. 2008