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Kirchenburg Tartlau - Weltkulturerbe der Menschheit (UNESCO)
Tartlau

Konfirmation in Tartlau

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Kinder der achten Klasse (13/14 Jahre) sind Konfirmanden und nehmen am Konfirmandenunterricht (samstags) und am Gottesdienst teil. Im Vorkonfirmandenunterricht wurde das neue Testament durchgenommen, Teile des alten Testaments besprochen, die biblischen Bücher gelernt. Im Konfirmandenunterricht wurde der kleine Katechismus Luthers besprochen, die 10 Gebote und Erklärungen, das Glaubensbekenntnis, Vaterunser mit Erklärung, das Kirchenjahr mit seinen Festen, Gottesdienstordnung... gelernt.

Konfirmation wurde am Palmsonntag gefeiert, am Vorabend (Samstag) fand die Vorstellung der Konfirmanden mit Prüfung (»Zitter-Samstag«) vor versammelter Gemeinde statt. Im Vorfeld dieser Prüfung mußten die Konfirmanden ihre Anverwandten und Paten um Vegebung aller Verfehlungen bitten. Am Samstag trugen die Prüflinge schwarz: Jungen im Anzug, Mädchen im Kostüm; am Sonntag dann die Tracht.

Am Sonntag versammelten sich die Konfirmanden mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Paten, Presbyter und Kurator im Pfarrhaus. Der ältesten Konfirmandin fällt die Aufgabe zu, dem Pfarrer und allen Anwesenden für Belehrungen zu danken und für etwaige Vergehen um Verzeihung zu bitten. Dann ziehen Pfarrer, Presbyter, gefolgt von den Konfirmanden in Tracht, erst die Jungen, dann die Mädchen und zum Schluss deren Verwandten zum Gotteshaus.

Der Pfarrer zieht dann mit den Konfirmanden, die alle in Tracht sind, durch den Mittelgang der Kirche zum Altar, die Gemeinde erhebt sich und die Orgel ertönt in voller Stärke.

Der älteste Konfirmandenjunge spricht im Namen aller Konfirmanden und bedankt sich bei der Gemeinde und bittet um Vergebung für Vergehen ihrerseits.

Während des Gottesdienstes, an dem auch der Kirchenchor beteiligt ist, sprechen die Konfirmanden gemeinsam das apostolische Glaubensbekenntnis und singen ein Lied.

Die Konfirmanden treten einzeln vor den Altar, erhalten ihren Konfirmationsspruch und den Segen. Im zweiten Teil des Gottesdienstes dürfen die Konfirmanden, nun nach erfolgter Konfirmation, gemeinsam mit ihren Angehörigen vor den Altar treten und das Heilige Abendmahl zum ersten Mal einnehmen.

Die Konfirmation, 1795 von der Synode eingeführt, war ein Gemeindefest, das tiefe Eindrücke hinterließ. Der Konfirmationstag wurde in der Familie mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Paten gefeiert. Die Konfirmation stellte die Entlassung aus der Kindheit in die Jugend dar.

Autor: Kordula E. OrendiErstellungsdatum: 30. Juni. 2008